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Allergien - Bronchialasthma
Asthma - Entstehung und Behandlung
Während eine Allergie bei Erwachsenen jenseits des 60. Lebensjahres im
Rahmen des Bronchialasthmas nur selten eine Rolle spielt, ist bei Kindern in
nahezu 90 Prozent aller Fälle Asthma bronchiale mit einer Allergie
verbunden. Die mit den Asthmaanfällen einhergehende Atemnot beeinträchtigt
nicht nur die Lebensqualität, sondern kann auch für den Betroffenen schnell
zur lebensbedrohlichen Situation werden. Typische Merkmale: Pfeifen oder
Brummen beim Ausatmen, bedingt durch eine krampfartige Verengung der
Bronchien und eine Überproduktion von Bronchialsekret.
18 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind sensibilisiert gegen
Innenraum-Allergene. In Schulen sind die Konzentrationen von
Tierhaarallergenen sehr hoch. Häufige Allergene sind:
- die Hausstaubmilbe und viele andere Milbenarten
- Haustiere, angeführt von Katze, Hund, Meerschweinchen und zunehmend auch
Ratten
- Zimmerpflanzen wie der beliebte Ficus benjamini(auch häufig im
Wartebereich von Arztpraxen zu finden). Der milchhaltige Saft der Pflanze
verbindet sich mit Staubpartikeln und ist noch Monate nach der Entfernung
der Pflanze im Haus nachweisbar.
Interessant: Ein eigenes Haustier in der Wohnung ist für eine Allergie oft
gar nicht nötig: Etwa 50 Prozent der Kinder mit Katzen- oder Hundeallergie
haben kein eigenes Tier in der Wohnung, sondern schleppen die Allergene über
Kleidung und Straßenstaub in die Wohnung. Besonders hohe Konzentrationen
solcher Tierhaarallergene finde man in Grundschulen. Auch das Tierfutter, z.
B. Heu für Meerschweinchen, erweist sich oft als Ursache der Allergie.
Eher geringe allergische Potenz haben die bei hoher Luftfeuchtigkeit zu
findenden Schimmelpilze.
Auch Mäuse können Asthma auslösen. In einem Allergietest mit 608
asthmatischen Kindern (USA) reagierten 18 Prozent positiv auf Urin und
Hautschuppen der Nager. Demzufolge verursachen Mäuse nach den Küchenschaben
häufiger Asthma als Katzen, Hunde und Hausstaubmilbe n! Die Anfälle auf die
Allergene der Maus lösten zudem besonders heftige Asthma-Anfälle aus.
Asthmakranke Kinder haben nach belastenden Ereignissen, besonders im
Zusammenhang mit chronischem Stress, ein signifikant erhöhtes Risiko, einen
Asthmaanfall zu erleiden. Ein einfühlsamer Umgang mit Kindern in
Problemsiituationen ist hilfreich. Er sollte jedoch nicht in eine übermäßige
Behütung umschlagen, mit dem Ziel, sämtliche belastenden Faktoren, die zur
normalen Entwicklung eines Kindes gehören, von diesem fern zu halten.
Kinder mit mindestens zwei Geschwistern oder Kinder, die in den ersten sechs
Lebensmonaten einen Hort besuchten, leiden signifikant seltener an Asthma
als Kinder mit nur einem oder keinem Geschwister bzw. Kinder, die keine
Tagesstätte besuchen. Ab dem sechsten Lebensjahr sinkt die
Wahrscheinlichkeit für häufiges Giemen bis in das Alter von 13 Jahren ab;
ebenso sind das Serum Ig-E und die Hautreaktivität auf Allergene bei
Kindern, die mehr Kontakt zu anderen Kindern haben, seltener erhöht. Man
muss dazu wissen, dass Ursache für Giemen im Vorschulalter meist Infekte des
Atemwegesystems sind, während das Symptom bei Schulkindern meist
asthmabedingt ist.
Evtl. sollten also Kleinkinder atopischer Eltern mit möglichst vielen
Kindern zu Hause oder im Hort spielen - sie tauschen in den ersten Jahren
zwar Infektionskrankheiten aus, schützen sich aber langfristig vor Asthma.
Wichtige Tipps zur Asthma-Vorbeugung:
- Rauchen aufgeben!
- Allergene meiden, Umweltgifte aus dem Haushalt entfernen!
- Stress so weit wie möglich reduzieren!
- Urlaubsorte gezielt auswählen!
- Lungenfunktion morgens und abends regelmäßig mit einem so genannten
Peak-Flow-Meter messen; Asthma-Anfällen geht in der Regel eine allmähliche
Verschlechterung der Lungenfunktion voran.
- Die medikamentöse Therapie beschwerdegerecht, aber konstant einsetzen!
Beschwerden, die an ein allergisches Asthma denken lassen:
- während der Zeit der Heuschnupfen-Beschwerden zeitweiliges Auftreten von
Husten
- während der Pollenflugzeit in Frühjahr oder Sommer das Gefühl von
Heiserkeit und der Bedarf, sich räuspern zu müssen
- anfallsweise auftretende Atembeklemmung nach körperlicher Anstrengung oder
in der Kälte
- besonders ausgeprägte Heuschnupfen-Beschwerden
- morgendliches Abhusten von gelbem Schleim während der Zeit der
Heuschnupfen-Beschwerden
- quietschendes, pfeifendes Geräusch, insbesondere beim Ende einer starken
Ausatmung
Wenn einer oder mehrere dieser Punkte auf Ihr Kind oder Sie zutreffen,
könnte ein allergisches Asthma vorliegen. In diesem Fall sollten Sie mit
einem Allergologen zur weiteren Untersuchung Kontakt aufnehmen.
Die Geschenkidee: Antworten, bevor Schüler fragen!
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