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"Zerschmettere ich!"

Wilhelm II.

Examenslehrprobe (gekürzt)


2. Schulpraktisches Seminar im Bezirk Hellersdorf (S)
Seminarleiter: Herr Windhausen
Fachseminar Deutsch; Leiterin: Frau Burchardt
Anleitende Lehrerin im Fach Deutsch: Frau Bach
Name der Lehrperson: Reinhard Schinka
Schule: Luise-Henriette OG, Germaniastr. 4-6,  12099 Berlin
Tag und Stunde (Uhrzeit): Mo., 27.03.2000, 3. Stunde (09:55-10:40 Uhr)
Raum: Raum 213
Klasse/Fach: 11 d Deutsch

1 Aufgabe für die unterrichtspraktische Prüfung

Planen und erteilen Sie eine Unterrichtsstunde im Rahmen Ihrer Unterrichtsreihe zum Roman "Der Untertan" von Heinrich Mann!

2 Unterrichtsgegenstand

2.1 Thema der Unterrichtsstunde

Das Theater als Metapher für die wilhelminische Gesellschaft - der Schauspieler als repräsentativer Typus der Zeit

2.2 Thema der Unterrichtsreihe

Heinrich Mann: "Der Untertan"

2.3 Thema des unmittelbar vorangegangenen Unterrichts

Heßling und der Kaiser - Diederichs Verhältnis zur Macht am Beispiel des I. Kapitels; die Montagetechnik H. Manns am Beispiel der Rede Heßlings an seine Arbeiter/am Beispiel der Denkmalsenthüllungsrede (Vergleich mit Kaiserreden); Vergleich der Figuren D. Heßling/W. Buck am Beispiel des Lauer-Prozesses

2.4 Thema der folgenden Stunden

Rezeption des "Untertan"

3 Unterrichtsvoraussetzungen

3.1 Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen

- nicht publiziert -

3.2 Spezielle Unterrichtsvoraussetzungen

Der Roman, der ca. 480 Seiten umfasst (was von Schülern meist als Zumutung empfunden wird), wurde der Klasse bereits vor Halbjahrsbeginn ausgehändigt, und zu Anfang der Reihe wurde ein kurzer Test (BSL) zum Inhalt geschrieben, um sicherzugehen, dass alle S. den Roman auch ganz gelesen haben.
Alternativ lässt sich der "Untertan" zwar auch sukzessiv lesen, da die einzelnen Kapitel Einheiten für sich darstellen; ich habe es aber vorgezogen, mit den Schülern jederzeit über den gesamten Roman reden zu können, zumal korrespondierende Textstellen und wiederkehrende Motive so besser thematisiert werden können.

In den letzten Stunden haben die S. sich mit der Montagetechnik Heinrich Manns beschäftigt, indem sie am Beispiel der Rede Heßlings an die Arbeiter seiner Papierfabrik und der Denkmalsenthüllungsrede nachwiesen, dass Heinrich Mann Zitate aus den Reden Wilhelms II. gezielt in die Äußerungen seiner Romanfigur hineinmontiert hat, um den meist situationsunangemessenen und phrasenhaften Duktus der kaiserlichen Rhetorik einerseits und den Mangel an eigener Persönlichkeit der Heßling-Figur andererseits zu unterstreichen. In der letzten Stunde haben die S. Diederich Heßling und Wolfgang Buck am Beispiel des Lauer-Prozesses miteinander verglichen und sind zu dem Ergebnis gelangt, dass die Buck-Figur erstens komplexer angelegt ist und zweitens den Standpunkt des Erzählers vertritt, sich aber letztlich nicht gegen die Gegner behaupten kann. Während Buck sich mit den Tendenzen der Zeit differenziert auseinander zu setzen vermag, erscheint Heßling als ein Individuum, welches das Autoritätsprinzip verinnerlicht hat und das seinen Mangel an eigener Persönlichkeit dadurch kompensiert, dass es den Kaiser als höchste Autorität - als "die Macht" - äußerlich (z. B. durch seine Barttracht) und sprachlich (durch Zitate) imitiert. Die S. verfügen somit über ein Verständnis von der Bedeutung des Rollenhaften für die Heßling-Figur, ohne dass dieser Aspekt bisher auf die Buck-Figur oder die gesamte wilhelminische Gesellschaft bezogen wurde, was auch im Sinne einer Progression der Reihe ist.

4 Lernziele

4.1 Grobziel

Die S. erkennen Zusammenhänge zwischen einzelnen theatralischen Darbietungen im Roman.

4.2 Feinziele

Die S.:

  • identifizieren die Äußerungen Heßlings und Bucks (S. 319 f.) als Kaiserzitate und verweisen auf die Funktion der Montagetechnik an anderer Stelle (z. B. Heßlings Rede an die Arbeiter). (LZ 1, Ind.: zusammenhängende S.-Äußerungen)
  • können Wolfgang Buck als Heßlings Gegenspieler charakterisieren und erkennen, dass auch er sich in fremden Rollen bzw. Posen gefällt, indem sie dessen Vorliebe für das Nachspielen von Rollen herausstellen (S. 313) und auf die von ihm ausgeübten Tätigkeiten verweisen (Anwalt, der für seine Mandanten in eine bestimmte Rolle schlüpft, später Schauspieler). (LZ 2, Ind.: zusammenhängende S.-Äußerungen und ggf. Zitieren aussagekräftiger Textstellen durch S.)
  • leiten aus der Schilderung weiterer theatralischer Darbietungen im Roman ("Die heimliche Gräfin", "Lohengrin") eine gesellschaftskritische Haltung des Erzählers gegenüber diesen Aufführungen ab, indem sie die ironisch-überspitzte Erzählweise akzentuieren und die Funktion der Aufführungen für die Zuschauer benennen. (LZ 3, Ind.: zusammenhängende S.-Äußerungen, Zitieren aussagekräftiger Textstellen durch S.)
  • können Gemeinsamkeiten der Aufführungen benennen (z. B. gesellschaftliche Funktion) und begründen, warum die Haltung des Publikums gegenüber den untersuchten Aufführungen vom Erzähler nicht gebilligt wird. (LZ 4, Ind.: zusammenhängende S.-Äußerungen, ggf. Zitieren aussagekräftiger Textstellen durch S.)

fakultativ:

  • diskutieren, ob die Äußerung, der Schauspieler sei "repräsentativer Typus der Zeit", nur auf das wilhelminische Zeitalter oder auch auf die heutige Zeit bezogen werden kann. (LZ 5, Ind.: zusammenhängende S.-Äußerungen, Anführen geeigneter Beispiele durch S.)

5 Sachanalyse

Er war ein guter Schauspieler.
Golo Mann über Wilhelm II.

In seiner Entwicklung begegnet Diederich Macht zunächst individuell in Form des autoritären Vaters, der Macht über ihn und die gesamte Familie ausübt, später dann kollektiv in Gestalt der Schule, der Korporation und des Militärs. An der Spitze der Machtpyramide des Deutschen Reiches steht der Kaiser, der auch äußerlich die "Macht", wie sie Heßling verehren lernt (zunächst fürchtet er sie) repräsentiert, symbolisiert und personifiziert. Die Sozialisation Heßlings strukturbildend eingesetzt, d. h., ein zu Beginn angelegtes Prinzip (Diederich erlebt eine Ausprägung der Macht, identifiziert sich mit ihr und versucht, Teil von ihr zu werden) wird in den jeweiligen Entwicklungsschritten lediglich neu angewandt. Dabei ist die Interpretation zulässig, dass der oft meinungslos erscheinende Heßling kaum eine eigene Individualität besitzt (obwohl er egoistische Ziele verfolgt), da er als Produkt seiner jeweiligen Umgebung erscheint und sich besonders wohl fühlt, wenn er im "Ganzen" aufgeht und sich als Teil einer überindividuellen Macht verspürt. Das Denken wird ihm durch höhere Instanzen abgenommen, was ihm ermöglicht, sich persönlicher Verantwortung zu entziehen.
In verschiedenen Situationen geht die Identifikation Heßlings mit dem Kaiser so weit, dass er ihn wörtlich und z. T. unbewusst zitiert. Was durch das Zitat an gesellschaftlicher Realität in die Romanhandlung eingebracht wird und was an den Verhaltensweisen Heßlings poetisch vermittelt als typische Verhaltensweisen des wilhelminischen Zeitalters dargestellt wird (Heßlings Opportunismus, die lautstarke Pose der Macht, das Schauspielerische seines Verhaltens, der Widerspruch zwischen verbaler Versicherung und tatsächlichem Handeln, sein Denken in gesellschaftlichen Hierarchien, sein stereotypes Feindbild u. a.), wird von der Figur Wolfgang Buck, klarsichtig analysierend und interpretierend, auf einen Nenner gebracht: Buck sieht nicht wie Heßling im Kaiser den Repräsentanten des Zeitalters, sondern im Schauspieler, für den der Kaiser und sein Untertan Heßling stehen; sie geben ihrer Zeit einen "Anstrich von schlechtem Komödiantentum": "Die Gesinnung trägt Kostüm, Reden fallen wie von Kreuzrittern, indes man Blech erzeugt oder Papier, und das Pappschwert wird gezogen für einen Begriff wie den der Majestät, den doch kein Mensch mehr, außer in Märchenbüchern, ernsthaft erlebt" (S. 238).
Diese Aussagen Bucks werden dadurch unterstützt, dass Heinrich Mann zur Charakterisierung der Gesellschaft immer wieder das Theater heranzieht - Wagners "Lohengrin" und Frau von Wulckows Trivialstück "Die heimliche Gräfin". Im Theaterspiel wird gesellschaftliche Realität greifbar, so wenn Lohengrin, der Kaiser und Heßling in eins gesetzt werden und Wagners Werk als Inbegriff deutscher Kunst erscheint: "Das ist deutsche Kunst! Denn hier erschienen ihm [Heßling], in Text und Musik, alle nationalen Forderungen erfüllt. Empörung war hier dasselbe wie Verbrechen, das Bestehende, Legitime ward glanzvoll gefeiert, auf Adel und Gottesgnadentum der höchste Wert gelegt, und das Volk, ein von den Ereignissen ewig überraschter Chor, schlug sich willig gegen die Feinde seiner Herren. Der kriegerische Unterbau und die mystischen Spitzen, beides war gewahrt, Auch wirkte es bekannt und sympathisch, daß in dieser Schöpfung der schönere und geliebtere Teil der Mann war"  (S. 353 f.). 

Das Spiel mit Kaiserzitaten erhält seinen Effekt dadurch, dass die Sprüche durch ihr Pathos und ihre groteske Bildlichkeit fast immer der Situation unangemessen sind, in der sie geäußert werden. Zudem werden sie stellenweise verstümmelt zu Zitat-Kumulationen angehäuft, etwa am Ende des "Harmonie-Balls", wo sich Heßling und sein Gegenspieler Buck im betrunkenen Zustand Zitatfetzen zuwerfen.
Das Zitat in seinen verschiedenen Varianten wird so zu einem dominanten Stilmittel des Romans, durch das sich dem Leser nicht nur der historische Bezug der Romanhandlung erschließt, sondern das selbst Teil der in der Romanhandlung erschlossenen gesellschaftlichen Realität wird. Das Wilhelminische Zeitalter erscheint als Zeitalter des Zitats und der theatralischen Pose, was Heinrich Mann durch Wolfgang Buck, der darin von seinen Zeitgenossen nicht verstanden wird, immer wieder ins Bewusstsein rückt: Der Kaiser zitiert sich laufend selbst (im Munde Heßlings), aber auch in der historischen Realität, indem immer wieder dieselben Zitate angeführt und variiert werden, Heßling und seine Freunde leben mit und vom Kaiserzitat, indem sie unter Berufung auf den Kaiser und die gute Sache ihre persönlichen Gegner mundtot machen, ihre Geschäftsinteressen verfolgen und dabei Karriere machen; auf der Bühne spielt sich die Gesellschaft selbst oder entlehnt sich dort ihre Rollen für das Leben. Das Sein wird zum Schein; die Personen verstecken sich, wie das ganze Zeitalter (vgl. die Denkmalsenthüllung) hinter dem Zitat, der Rolle, der theatralischen Pose. 

6 Didaktisch-methodische Überlegungen

Ein Ehrenwort wird über Recht und Gesetz gestellt.
Das ist auch so merkwürdig deutsch, so ein bisschen
 wie eine schlechte Wagner-Oper ... Es ist das, was die
Romantik oft besungen hat: Nibelungentreue,
ein Mann ein Wort, und all dieser Krempel.
Lothar de Maizère am 18.03.2000 über Helmut Kohl

Der Rahmenplan für die E-Phase (11. Klasse) nennt Übung von Textanalyse und Umgang mit Texten als wichtige Voraussetzung für die Kursphase und betont das 20. Jahrhundert bei der Auswahl der Lektürevorschläge. Unter "Fähigkeiten und Fertigkeiten" werden außerdem Interpretation von Texten und Textanalyse explizit genannt.
Die theatralische Pose, ein Thema, das sich durch den gesamten Roman zieht, ist trotz aller Anspielungen speziell auf die wilhelminische Ära ein Phänomen, das auch zeitlose Bedeutung hat (vgl. Motto), was Schülern durchaus klar sein kann. Auch finden die theatralischen Darbietungen im Roman ihre Entsprechungen in der Jetztzeit, etwa bei den jährlichen Ring-Aufführungen in Bayreuth, wo sich die bundesdeutsche Politik-Elite nach wie vor gern sehen lässt. Die Wagner-Oper wird auch heute noch - trotz Hinscheidens der meisten Nibelungenhelden gegen Ende der Aufführungen - als urdeutsches Kulturgut gefeiert. Und nicht zuletzt finden sich auch heute noch überall Relikte der wilhelminischen Ära, beispielsweise im Straßenbild (vgl. etwa den Straßennamen dieser Schule oder die Diskussion um die nicht realisierte Umbenennung des Schöneberger Kaiser-Wilhelm-Platzes).
Die Entstehungsbedingungen und Auswirkungen einer "Untertanenmentalität" weisen auch heute noch eine hohe Gesellschaftsrelevanz auf, nicht zuletzt vor dem Hintergrund rechtsextremer Tendenzen Berliner bzw. deutscher Jugendlicher. Es ergibt sich somit ferner bei der Auswahl des Werkes zur Behandlung in der E-Phase eine klare Rechtfertigung im Hinblick auf übergeordnete Zielsetzungen für Schule und Unterricht (§1 Schulgesetz).

Als Einstieg in eine Stunde, die ja eine gewisse Meta-Ebene anstrebt und sich stark von der inhaltlichen Ebene löst, bietet es sich an, zunächst von Bekanntem auszugehen (vgl. 3.2!) und die Buck-Heßling-Episode im fünften Kapitel als Startpunkt der weiteren Untersuchung zu nutzen.
Durch ein lautes Vorlesen der - durchaus komisch wirkenden - Zitatfetzen wird zweierlei erreicht:

  • Motivation der Schüler durch affektiven Zugang
  • Auslösen eines Effekts des Wiedererkennens (-> Buck, Heßling, Kaiserzitate, Montagetechnik)

Die Wirkung kann noch gesteigert werden, wenn S. mit verteilten Rollen abwechselnd Buck und Heßling bzw. beide gleichzeitig lesen (wo keine Zuordnung durch den Erzähler erfolgt). Der L. kann hier die verbindenden Stellen lesen, was alles in allem auch eine theatralische Darbietung an sich bedeutet und somit einen guten Einstieg ins Stundenthema (!) darstellt .
Obwohl für die spätere zentrale Erarbeitung wichtiger Passagen am Text ausreichend Zeit eingeplant (und somit an Beginn eingespart) werden muss, sollte auf eine Erarbeitung des Stilmittels der Ellipse im Zusammenhang mit den Zitaten Kaiser Wilhelms II. nicht verzichtet werden, da sich eine Verbindung von Wirkung (verstümmelt und komisch) sowie eingesetztem sprachlichen Mittel (Auslassung von Subjekt, Prädikat und Objekt oder mehreren Satzbestandteilen) hier geradezu aufdrängt. Dass nicht jede historische Anspielung, z. B. auf Bismarck, exakt entschlüsselt werden muss, versteht sich von selbst.

Es muss davon ausgegangen werden, dass den Schülern ein Zusammenhang zwischen diesen theatralischen Darbietungen nicht bewusst ist, so dass eine längere Hinführung einzuplanen ist. Ich habe mich daher dazu entschlossen, ausgehend von der Buck-Heßling-Episode (S. 319 f.), zunächst herauszustellen, dass und inwiefern auch Wolfgang Buck anfällig für Schauspielerei ist, um im Anschluss die Bemerkung Heßlings aufzugreifen (S. 313), für Buck sei der "Schauspieler repräsentativer Typus der Zeit". An dieser Stelle kann die Frage aufgeworfen werden, welche weiten Textstellen für eine Untersuchung der Aussage in Frage kämen. Sollten die S. hierzu keine sinnvollen Vorschläge unterbreiten können (jedem Leser entfallen ab und an einzelne Passagen eines längeren Romans), muss der L. diese vorgeben, was aber nicht künstlich wirkt, da die S. vom L. einen besseren Überblick über den Text erwarten.
Die Aussage, der Schauspieler sei "repräsentativer Typus der Zeit", ist nicht für alle S. der 11. Klasse unmittelbar verständlich, was ein Hinterfragen notwendig macht. Hierbei besteht die Gefahr, dass wertvolle Zeit verloren geht, die für eine weitere Erarbeitung fehlen würde. Deshalb ist es meiner Ansicht nach besser, die entsprechende Passage auch durch einen S. laut vorlesen zu lassen und keine eigene Stillarbeitsphase mit anschließender Auswertung hierfür vorzusehen.

Die im Roman für eine Untersuchung geeigneten Stellen sind ausgesprochen vielfältig und auch umfangreich ("Die heimliche Gräfin" wird - im Wechsel mit Heßlings Intrigenspiel - auf insgesamt 26 Seiten beschrieben), so dass es der didaktischen Reduktion bedarf:
Ich halte z. B. eine Beschränkung auf die Bewertung der Wagner-Oper durch die Heßling-Figur für ausreichend, da eine Erarbeitung der gesamten Lohengrin-Handlung von den Schülern nicht zu leisten und die Wertungen Heßlings ausgesprochen aussagekräftig und aufschlussreich sind, da die Anti-Figur hier zugleich als repräsentativer Zuschauer fungiert.
Sofern in zwei Großgruppen gearbeitet werden soll - und dies bietet sich aus den genannten Gründen an -, ist die Schilderung des Trivialstücks "Die heimliche Gräfin" vom Umfang her so abzuspecken, dass die wichtigsten Merkmale zeitgleich zur Lohengrin-Gruppe bearbeitet werden können.

Bei der Auswahl der zu untersuchenden Textpassagen kommt es darauf an,

  • die Funktion der Aufführungen für die Zuschauer herausstellen zu können und
  • die literarische Besonderheit der Stellen (Erzähltechnik, sprachliche Gestaltung) nicht aus dem Auge zu verlieren.

Der didaktischen Reduktion der "heimlichen Gräfin" müssen aus diesem Grunde leider einige sehr schöne und gelungene Stellen geopfert werden, z. B. das konfuse Ende (die "heimliche" Gräfin heiratet doch den Klavierlehrer), die abschließende Entlarvung des Stückes als Goethe-Plagiat ("Die natürliche Tochter") durch Professor Kühnchen oder die weinerliche Sehnsucht der Frau von Wulckow als geborene Gräfin Züsewitz nach dem Hofe (S. 295), dem sie "von Geburt an" angehöre.

In der Auswertungsphase dürften die von den Schülern genannten Gesichtspunkte ausreichen, um sie zu einer Gesamtaussage zu verdichten, die auch die Erkenntnisse vom Beginn der Stunde berücksichtigt. Eine Sicherung der Ergebnisse kann hier Zeit sparend erfolgen, indem ein S. aus jeder Gruppe seine Ergebnisse auf OHF-Streifen festhält und diese unter Einbeziehung der Mitschüler vorträgt, was auch die S.-S.-Interaktion fördert.

Sollte wider Erwarten am Stundenende noch Zeit zur Verfügung stehen, können entweder vom L. bereitgehaltene OHF-Schnipsel mit Auszügen aus "Kaiserreich und Republik" aufgelegt und die S. gebeten werden, die Passagen in Beziehung zu ihren Untersuchungsergebnissen zu setzen, oder es könnte die Frage aufgeworfen werden, inwieweit es sich bei der angesprochenen Thematik um ein zeitgenössisches Phänomen handelt.

Als übende und vertiefende Hausaufgabe bietet sich eine schriftliche Auseinandersetzung mit den ausgewählten Passagen aus Heinrich Manns Essay "Kaiserreich und Republik" im Hinblick auf die erarbeiteten Ergebnissen an, da sie diese noch einmal unterstreichen und hierdurch auch eine Festigung des Erarbeiteten bewirkt wird. 

7 Tabellarische Übersicht über den Unterrichtsverlauf

Zeit, Unterrichtsphasen, Lehrerverhalten, Schülerverhalten, Methoden und Medien


09:55 Hinführung
L. bittet S., Ausschnitt der Buck-Heßling-Episode (S. 319) mit verteilten Rollen vorzulesen.
S. lesen laut die Buck-Heßling-Episode.
L: "Erläutern Sie, was hier vor sich geht!"
S. verweisen auf Gegnerschaft Heßling-Buck und akzentuieren Montagetechnik: "Heßling und Buck rufen sich nach Alkoholgenuss Kaiserzitate zu und empfinden offensichtlich große Freude dabei."
(Sicherung an Tafel durch L.)
L.: "Wiederholen Sie, weshalb Diederich häufig Wilhelm II. zitiert!"
S. verweisen auf Mangel eigener Persönlichkeit Diederichs und sein Verhältnis zur "Macht" (Identifikation mit dem Kaiser, Verhältnis zu Autoritäten). (LZ 1)
(Sicherung an Tafel durch L.)
L.: "Welche sprachliche Besonderheit weisen die Kaiserzitate auf?"
S.: "Zitate wirken verstümmelt, da Satzbestandteile fehlen, sind aus dem Zusammenhang gerissen, werden immer kürzer."
Eingabe des Fachbegriffs "Ellipse" durch L.
(Sicherung an Tafel durch L.)
UG, Roman, Tafel


Zwischenergebnis: Buck und Heßling finden Gefallen daran, sich Kaiserzitate zuzurufen. Bereits bei der Rede Diederichs an die Arbeiter seiner Fabrik ist aufgefallen, dass er Kaiserzitate verwendet, die ihm vom Erzähler in den Mund gelegt werden (Montagetechnik!). Diederich gefällt sich in der Pose des Kaisers, da er das Autoritätsprinzip verinnerlicht hat und sich mit dem Kaiser als höchster Instanz der "Macht" identifiziert. Die Verstümmelung der Kaiserzitate beruht im Wesentlichen auf Auslassungen von Satzbestandteilen (also auf Ellipsen), was die Äußerungen sprachlich entstellt und eine komische Wirkung hervorruft. 


10:05 Erarbeitung I / Sicherung von Zwischenergebnissen
L.: "Bitte lesen Sie S. 313 vor und begründen Sie anschließend, weshalb auch Buck Freude am Kaiserzitat empfindet!"
S. lesen S. 313 und akzentuieren folgende Äußerungen:
a) Buck: "Ihre Rolle hat mich mehr interessiert als meine eigene. Später, zu Hause vor meinem Spiegel, habe ich sie Ihnen nachgespielt."; "Wenn ich nicht morgen die Waschfrau zu verteidigen hätte, ... vielleicht würde ich den Hamlet spielen."
b) Heßling: "Meine Rolle?"; "Freilich, für Sie ist der repräsentative Typus von heute der Schauspieler."
L.: "Begründen Sie, worin die Gemeinsamkeit beider Figuren besteht!"
S. verweisen auf Gemeinsamkeiten im Ausleben von Rollen (Buck: Anwalt, später Schauspieler; Heßling: Identifikation und Imitation Kaiser Wilhelms II.), heben aber hervor, dass Buck hierfür andere Gründe hat. (LZ 2)
Sicherung an Tafel durch L.
S. übernehmen Tafelanschrieb.
UG, kurze StA (EA), Roman


Zwischenergebnis: Obwohl Buck eigentlich Gegner Heßlings ist, empfindet auch er Freude am Nachspielen anderer. Dies zeigt sich daran, dass er als Anwalt zunächst eine Rolle vor Gericht spielt (für seine Mandanten), nach dem Lauer-Prozess Heßlings Rolle vor dem Spiegel nachspielt, später erwägt, "den Hamlet zu geben" und schließlich sogar Schauspieler wird. Untertan und Gegner eint in der vorliegenden Episode der Gefallen am Annehmen von Rollen, wenngleich Buck hierfür andere Gründe hat als Heßling.

10:15 Erarbeitung II
L.: "Im Roman ist vom Schauspieler als ‚repräsentativem Typus der Zeit‘ die Rede. Was ist darunter zu verstehen, und welche Stellen sollten wir näher untersuchen?"
S.: "Die Äußerung legt nahe, dass alle Menschen Schauspieler sind oder dass  Schauspieler etwas Typisches für die Zeit haben." S. verweisen ggf. auf Kostüme/Uniformen Wilhelms II. (Mittelalter) und stellen Vermutungen bzgl. für die Untersuchung geeigneter Textstellen an ("Man müsste Merkmale eines Schauspielers bei anderen Figuren suchen") oder verweisen auf "Die heimliche Gräfin" und "Lohengrin" (sonst gibt L. vor).
L. teilt Klasse in zwei Hälften ein, gibt Arbeitsaufträge (OHF1):
"Untersuchen Sie Textstellen zu den Aufführungen ‚Die heimliche Gräfin‘ und ‚Lohengrin‘ hinsichtlich der Funktion der Aufführungen für die Zuschauer bzw. die Gesellschaft! Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse mit den Notizen Ihres Nachbarn!"
S. erarbeiten die Funktion der Aufführungen für die Zuschauer bzw. die Gesellschaft sowie die Bewertung der Aufführungen durch Diederich bzw. den Erzähler. Zwei S. halten ihre Notizen auf OHF-Streifen fest, die sie hierfür vom L. erhalten. UG, OHF1, StA/PA, Roman

10:25 - 10:30 Auswertung II / Ergebnissicherung
L.: "Tragen Sie Ihre Ergebnisse vor!"
S. tragen Ergebnisse vor (zwei S. stellen ihre Notizen auf OHF-Streifen vor, die anderen S. der Gruppe ergänzen oder korrigieren): "Die Netziger Gesellschaft gefällt sich im Rollenspiel (‚Die heimliche Gräfin‘). Die Wagner-Oper ‚Lohengrin‘ fungiert als Vorbild einer ‚deutschen‘ Gesellschaft, die es nachzuspielen gilt (Hinweis: Bewunderung durch Diederich). Der Erzähler übt mittelbar Kritik an der wilhelminischen Gesellschaft, für die das schlechte Theater und die theatralische Pose eine solch hohe Bedeutung haben. Dies ist zu erkennen an der ironisch-überspitzen Erzählweise sowie daran, dass Heßling entsprechende Wertungen vornimmt." (LZ 3)
L.: "Erläutern Sie, worin Gemeinsamkeiten zwischen beiden Aufführungen  bestehen!"
S.: "Bestehende Machtstrukturen, und Adel werden als gottgegeben gepriesen, gesellschaftliche Veränderungen sind ausgeschlossen (-> Gegenposition des Erzählers!)." (LZ 4)
L.: "Fassen Sie Ihre Erkenntnisse bzgl. Heßling, Buck und die untersuchten Aufführungen zusammen!"
S.: "Im Roman spielen alle Theater:
- der Untertan
- sein Gegner Buck (aus anderen Gründen)
- die Gesellschaft
Kritik an einer Gesellschaft, die die theatralische Pose braucht!"
Sicherung an Tafel durch L.
S. übernehmen Tafelanschrieb in Hefter.
UG, OHF-Streifen, Tafel

Ergebnis: Die S. erkennen die Zusammenhänge zwischen einzelnen theatralischen Darbietungen im Roman (Grobziel).

10:40 Mögliches Stundenende

Ggf. Vertiefung: Akzentuierung des Handlungsortes
L.: "Begründen Sie, weshalb sich Buck und Heßling gerade im Theater aufhalten!"
S.: "Ein besserer Ort findet sich nicht, da im Roman alle Theater spielen: der Untertan, sein Gegner und die übrige Gesellschaft auch." UG

Ggf. Ausweitung
L.: "Beurteilen Sie, inwieweit die Wendung ‚Schauspieler als repräsentativer Typus der Zeit‘ Ihrer Ansicht nach nur auf das wilhelminische Zeitalter zu beziehen ist!"
S. diskutieren aktuelle Beispiele, etwa zum Verhältnis Politik/Theater, und stellen fest, dass der untersuchte Aspekt zeitlose Bezüge aufweist. (LZ 5, fakultativ) (LZ 5) UG

Stundenende


Hausaufgabe: Setzen Sie sich schriftlich mit den Auszügen aus "Kaiserreich und Republik" im Hinblick auf geeignete Textstellen im Roman auseinander!

8 Literaturliste

HENZE, H.: Die Entlarvung des wilhelminischen Komödianten. Heinrich Mann: Der Untertan. In: Praxis Deutsch 22 (1977), S. 55-59.
MANN, G.: Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Frankfurt a. Main 1997, S. 494 ff.
MANN, H.: Der Untertan. 31München 1988.
DERS.: Kaiserreich und Republik. In: Politische Essays. Berlin 1968, relevante Passagen S. 25-37.
WOLFF, J.: Stundenblätter "Der Untertan". 7Stuttgart, Dresden 1996.

8.1 Internet Quellen

Zu Heinrich Mann:
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MannHeinrich/ (Deutsches Historisches Museum Berlin)
http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/kunst/untertan/ (Deutsches Historisches Museum Berlin)
http://webix.tele.net/borgschoren/lh/lh3.htm (Gegenüberstellung von Heinrich Manns "Untertan" und Thomas Manns "Tristan"; Schule BORG Schoren, Vorarlberg/Österreich: Deutsche Literatur - Jahrhundertwende)
Zu Wilhelm II.:
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/WilhelmII/index.html (Deutsches Historisches Museum, Biografie Wilhelms II.)
http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/wilhelm01/index.html (Deutsches Historisches Museum, Rede Wilhelms II. zur "deutschen Kunst")

9 Anhang

9.1 Antizipiertes Tafelbild

Ergebnis
Im Roman spielen alle Theater:
- der Untertan
- sein Gegner (aus anderen Gründen)
- die Gesellschaft
Kritik an einer Gesellschaft, die die theatralische Pose braucht!

9.2 Auszüge zum Bühnenstück "Die heimliche Gräfin" der Frau von Wulckow

9.3 OHF1

9.4 OHF-Schnipsel/AB 1

Heinrich Mann: "Kaiserreich und Republik" (1919)
Was die Welt erblickte, war ein Herrenvolk aus Untertanen. [...]

Ach! nur Nachgeahmtes kam, und die englische Flotte blieb die größere. Nachahmung: die ganze Leere der vierzig Jahre gähnt aus dem Wort. Der Bürger äffte den Ritter, beide zusammen äfften England und das Reich alle dagewesenen Beispiele "öder Weltherrschaft" [nach]. Nachahmung macht unfruchtbar bis ins Kleinste. Kein Bedarfsartikel erschien, damit er nur gut sei; er hatte "deutsch" zu sein und irgendwie "an der Spitze" zu stehen. [...]

[Das Zeitalter] wäre nicht ganz so abgründig schlecht geworden ohne die Helden Wagners. Viele haben neben ihm mitgeschaffen an der Verderbnis, haben [...] ihr erquältes Deutschtum auf den Haß begründet [...]. Wagner benutzte unter allen den populärsten Apparat, er entzog seine Mittel der Aufsicht der Vernunft, und er war bedenkenlos wie einer, weil im Vorrecht des Künstlers. [...] 

Was ist ein Künstler, wenn nicht der wirksamste Bekräftiger des gerade Bestehenden! [...] Wie sieht er die Macht, die ihm heilig ist? In Gestalt von Zaubermännern mit Schwanenhelmen. Wie das Volk? In den Spalieren eines vorn Glanz seiner Herren geblendeten, von den Ereignissen ewig überraschten Chores. Wie den Deutschen? Als den ruchlosen Tölpel Siegfried. Wie sich selbst, der Plebejer? Mit den adeligen Zügen eines blonden Stolzing. [...]

Was bleibt? Musikalisches Ausdrucksvermögen, genial so viel man will, für vergiftete Gefühle und einen verfälschten Geist; die Oper, die ein schönes, luftig-sinnliches Gebilde gewesen war, grob materialisiert und zum Wagnerbetrieb gemacht [...]. Was bleibt? Eine scheinbare Vermehrung des deutschen Ruhmes, - bis am entscheidenden Tage das Herausfordernde, Enge und Trübe der in solchem Werk handelnden Seele dem Haß der Feinde um so festeren Anhalt bot.

Hausaufgabe: Setzen Sie sich schriftlich mit den Auszügen aus "Kaiserreich und Republik" im Hinblick auf geeignete Textstellen im Roman auseinander!
 

9.5 Sitzplan


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